Eine andere Sprache

Mit dem Werkstoff Ton, mit Keramik verbindet man sehr oft den Gedanken an regelmässige, harmonisch geformte Gegenstände und Gefässe, an schön gestaltete Gebrauchskeramik.

Dass mit Werken aus Ton, mit oder ohne Verbindung mit andern Materialien, abstrakte Gedanken, Impressionen wie Freude und Trauer, Zuversicht oder Verzweiflung ausgedrückt werden können, ist ungewohnt.

Die Unsicherheit, wie dem Werk Sibylle Schindlers zu begegnen ist, zeigt sich nicht nur unter Keramikern, welche herkömmliche Ausdrucksformen wählen. Auch Kunstfreunde, welche sich nicht ganz von herkömmlichen Vorstellungen traditioneller Töpferkunst lösen können, sind angesichts der eigenwilligen Kreationen irritiert. Die Tatsache, dass Kult- und Gebrauchsgegenstände aus Ton zu den ältesten Kulturzeugnissen der Menschheit gehören, hat dem künstlerischen Ausdruck mit diesem Material lange Zeit enge Grenzen gesetzt. Der freie Umgang Sibylle Schindlers mit Ton und Eisen, früher auch Ton in Verbindung mit Glas, Kunststoff oder Textilien, sprengt den Rahmen vorgefasster Meinungen.

In jüngerer Zeit haben allerdings Künstlerinnen und Künstler in traditionellen Keramikzentren von Japan bis Italien zunehmend und mit Erfolg begonnen, traditionelle Formgebungen aufzubrechen. Sibylle Schindler reiht sich in jene küstlerische Avantgarde ein, welche für ihr Schaffen im Rahmen internationaler Keramikausstellungen mehr und mehr beachtet wird. Hohe Auszeichnungen von jüngsten Werken der Künstlerin in Ägypten, Frankreich und Italien zeugen davon, dass international zusammengesetzte Jurys bereit sind, neue Formgebungen und Verbindungen mit Keramik nicht nur zu akzeptieren, sondern als Weiterentwicklungen zu ermutigen.

Die Tatsache, dass auch ein wachsender Kreis von Kunstliebhabern das herausfordernde Werk Sibylle Schindlers mit Engagement begleiten und mitverfolgen, mag für einmal das Wort vom heimatlichen Holzboden für einen eigenwilligen, Grenzen sprengenden künstlerischen Ausdruck widerlegen. Der internationale Erfolg und das Engagement vieler Kunstfreunde bestärken Sibylle Schindler darin, die eigene künstlerische Sprache konsequent und ohne Rücksicht auf mögliche Erwartungen anderer fortzusetzen.



2020 - Meine Sommer Ausstellungen unter freiem Himmel

Vom 6. Juni - 31. Okt zeige ich, mit weiteren 35 Kunstschaffenden, im Bezirksstädtchen WALDENBURG (BL) neue Werke.
http://www.villedesarts.ch/index.html

Vom 13. Juni - 29. Nov. sind einige meiner neuen Werke drinnen und draussen im 3. WIESENTALPARK FESTIVAL in Bergdietikon (ZH) ausgestellt.
Eine wunderschöne Umgebung, die auch zum Verweilen in der stimmungsvollen "Hanns'es Art Besenbeiz" einlädt.
http://www.kunstgalerie-bachlechner.ch/index.php?ausstellungen

Vom 25.Juli - 3. Okt. gestalte ich in Roveredo (Misox GR) bei OPEN ART 2020 das Ausstellungsgelände mit. Dort stehen meine allerneuesten Chromstahlgestaltungen.
http://openart.ch/

 

Sibylle Schindler ist mit ihren Werken bis im Herbst an verschiedenen Ausstellungen präsent. Die meisten ihrer Arbeiten sind unter freiem Himmel zu sehen.

In Roveredo GR im Misox ist die Schwyzer Künstlerin wieder bei der Open Art dabei. Dort zeigt sie ihre allerneuesten Chromstahlgestaltungen. In Waldenburg im Kanton Basel-Land-schaft präsentieren bis zum 31. Oktober 35 Kunstschaffende ihre Arbeiten. Schindler stellt hier zwei ihrer neuen Skulpturen aus. Im zürcherischen Berg-dietikon findet das dritte Wiesentalpark Festival der Gross- und Kleinskulpturen statt. Dort zeigt Sibylle Schindler zwölf Kunstwerke im Innen- und auch im Aussenbereich. Darunter sind Kunstwerke, welche die Künstlerin in der Corona-Zeit geschaffen hat. Sibylle Schindler ist bekannt für ihr ihre Arbeiten mit Keramik, Eisen, Kupfer und Blei. In ihren jüngsten Installationen verwendet sie auch neue Materialien wie Chromstahl.

Besonders freut sich die Künstlerin, dass sie auch im nächsten Jahr an der Bad Ragartz ausstellen darf. Für diese Triennale im Zentrum von Bad Ragaz bewerben sich jeweils in den drei Zwischenjahren gegen tausend Kunstschaffende aus der ganzen Welt. Rund 75 werden ausgewählt. Sibylle Schindler ist wieder dabei. (sc)
Bote der Urschweiz 02.09.2020